das bschütt

Anatomie einer verschwundenen Badelandschaft

Die rund 50 analogen Fotografien von Sabine Berthold und Alexander Hosch begleiteten 1998 – damals aufgehängt im Kassen- und Kabinengebäude in der Ilzstadt – die beiden allerletzten Bschütt-Badewochen sowie die folgenden Tage, in denen die Statisten des Badevergnügens – Sprungblöcke, Rutschen, Rettungsringe, Lautsprecher, Kickerautomaten – vom Ort der Handlung getragen wurden, ehe man das Bad aus den 1960er Jahren abriss. Die Gegenstände des Bschütt-Bads waren Ikonen des Passauer Alltags. Viele, die im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts hier lebten, sind mit ihnen aufgewachsen. Das Ziel des Fotoprojekts war und ist es, auf die übersehene Schönheit dieser speziellen Nachkriegsarchitektur hinzuweisen – mit dem Zickzackdach über dem Eingang, den Flachbauten und den filigranen Proportionen. Anekdotische Motive, Fotos im Stil „chlorifizierter Polaroids“, Licht-und-Schatten-Spiele, Wasserstudien und einzelne experimentelle Bilder mit Unschärfen und Farbverschiebungen ergänzen die grafisch-technischen Aufnahmen des Designs und der Architektur.

Analoge Handabzüge in limitierter Auflage, Größe 50 x 60 cm, 620 Euro.
ausgewählte Exemplare gibt es auch bei Etsy bei kunstvombschuett